PIMALI
Mit einem Aufenthalt im Pimali Resort wird die Ausbildung von Fachkräften im Tourismus unterstützt. Das ruhig und ländlich gelegene Resort mit nur vier Bungalows ist ein wichtiger Bestandteil der Pimali Foundation. Hier werden Jugendliche und Waisen ab 17 Jahren aus sozial benachteiligten Verhältnissen ausgebildet. Das humanitäre Projekt (NGO) basiert auf dem praktischen Ausbildungskonzept «Learning by Doing»: Die Teilnehmenden erhalten eine einjährige praktische Grundausbildung im Hotelgewerbe. Ziel des Projekts ist es, den Zugang zu beruflichen Perspektiven zu fördern und die Lebenssituation junger Menschen in Thailands Nordosten nachhaltig zu stärken. Sämtliche Ausgaben der Gäste des Resorts fliessen in dieses Projekt.
10 Jahre berufliche Starthilfe
Das bei unseren Reisen nach Nordostthailand integrierte Pimali Sozialprojekt feierte im Februar 2026 sein 10-jähriges Bestehen als Ausbildungsstätte für benachteiligte Jugendliche. Ein Anlass, auf die Entwicklung des Projekts zurückzublicken.
Wir haben mit den Gründern der Pimali Foundation, Stéphanie des Arts-Loup und Alexandre des Arts, über Erfolge, Herausforderungen sowie die Zukunft ihrer Arbeit gesprochen.
Seit der Gründung hat Pimali über 200 junge Menschen ausgebildet und auf einen beruflichen Einstieg im Hotelgewerbe vorbereitet. Heute sind zahlreiche Absolventinnen und Absolventen in Hotels in Bangkok, Pattaya, Phuket oder Koh Lanta tätig. Das Projekt verfolgt das Ziel, den Teilnehmenden und ihren Familien neue berufliche Perspektiven zu eröffnen und ihre weitere Entwicklung zu fördern.
Besonders stolz sind Stéphanie und Alexandre auf das entstandene Netzwerk: Ehemalige Teilnehmende unterstützen neue Jahrgänge, begleiten sie während Praktika oder kehren zurück, um ihre Erfahrungen zu teilen.
«Zu sehen, welchen beruflichen Weg unsere Absolventinnen und Absolventen nach ihrer Ausbildung einschlagen, ist für uns besonders erfreulich», so Alexandre des Arts.
Trotz dieser positiven Entwicklung bleibt die Arbeit herausfordernd. Vorbehalte gegenüber einer ausländischen Organisation sowie die Gewinnung und langfristige Bindung von Lehrkräften gehören zu den Herausforderungen.
Pimali kann auf verschiedene Weise unterstützt werden, sei es durch einen Aufenthalt vor Ort, durch Spenden oder durch das Einbringen von Fachwissen aus der Hotellerie.
«Ein Aufenthalt im Pimali ist nicht nur ein besonderes Erlebnis, sondern leistet auch einen Beitrag zur Finanzierung unserer Ausbildungsarbeit», betont Alexandre des Arts.
Für die Zukunft wünschen sich die Gründer vor allem Kontinuität: Sie möchten auch in den kommenden Jahren benachteiligte junge Menschen begleiten und sie auf ihrem Ausbildungs- und Berufsweg unterstützen.
Interview «Wenn Reisen Spuren hinterlassen– und Begegnungen zu Engagement werden.»
2023 reisten Sandy und ihr Mann mit asia365 nach Thailand. Beide arbeiten in der Gastronomie und entschieden sich bewusst für den wenig bekannten Nordosten des Landes, den Isaan, und den Besuch des Sozialprojekts Pimali. Die Begegnung mit den Jugendlichen und dem Projekt liess sie nicht mehr los. Drei Jahre später kehrte Sandy nun als freiwillige Unterstützerin zurück. Sie half bei der Schulung der Jugendlichen und unterstützte das Jubiläumsfest des Projekts. Aus einer Besucherin wurde so ein Teil der Pimali-Familie.
Wir haben mit Sandy über ihr persönliches Pimali-Erlebnis sowie über ihre Wünsche und Hoffnungen für die Zukunft des Projekts gesprochen.
• Was hat dir den Anstoss gegeben nach so vielen Jahren wieder zurück ins Pimali zu reisen?
Die Idee entstand bereits 2023, als ich Pimali erstmals als Gast besucht habe. Schon damals war mir klar, dass das nicht mein letzter Aufenthalt sein würde. Das Projekt hat mich sofort begeistert, und da ich sehr gerne mit Jugendlichen arbeite, hat es mich besonders angesprochen. In diesem Jahr ergab sich dann die perfekte Gelegenheit: Zwischen zwei Jobs hatte ich die nötige Zeit – und konnte gleichzeitig beim zehnjährigen Jubiläum vor Ort dabei sein.
• Wie hast du die Zusammenarbeit mit den Studentinnen und Studenten empfunden?
Die jungen Studierenden sind sehr wissbegierig, und vor allem spürt man eine grosse Dankbarkeit. Die Wertschätzung für die Chance, eine praxisorientierte Ausbildung zu absolvieren, ist deutlich spürbar.
• Gab es besondere kulturelle Herausforderungen?
Die Gastronomie, wie ich sie von hier kenne, ist oft laut und hektisch – das passt nicht zu diesen jungen Menschen. Man muss sich bewusst Zeit nehmen und geduldiger arbeiten.
Der Respekt, der mir entgegengebracht wurde, war sehr gross und zeigte sich auch in kleinen Gesten, wie dass mir die Taschen vom Markt zurück in die Küche getragen wurden. Die Begegnungen in diesen Tagen waren unglaublich schön, gleichzeitig aber stets von einer respektvollen Distanz geprägt.
• Das Gründerpaar des Projektes ist auch aus der Schweiz und ihr habt auch Schweizer Spezialitäten gekocht, wie ist das bei den Gästen angekommen?
Viele Gäste haben sich sehr auf das Schweizer-Thai-Jubiläumsessen gefreut. Besonders gut kam das Raclette an – vor allem bei den thailändischen Gästen, die es spannend und auch ein wenig lustig fanden.
• Wie siehst du persönlich die Chancen für diese jungen Menschen, um später in der Hotellerie/Gastronomie Fuss zu fassen?
Aus meiner Sicht bietet die Ausbildung eine gute Grundlage für einen Einstieg ins Gastgewerbe oder in die Hotellerie. Besonders wertvoll ist die Zusammenarbeit mit erstklassigen Hotels, in denen die Jugendlichen Praktika absolvieren können.
Am Jubiläumsfest sind zudem einige ehemalige Lernende zurückgekehrt, um mitzuhelfen. Zu sehen, was sie inzwischen in ihrem Leben erreicht haben, ist eine grosse Motivation – sowohl für die aktuellen Studierenden als auch für alle Beteiligten.
• Gibt es einen besonders berührenden Moment, den du mit uns teilen möchtest?
Dies war auf jeden Fall der Abschied. Die Studierenden haben mir kleine, persönliche Dankesbriefe geschrieben, was mich sehr berührt hat. Und natürlich bleibt mir auch die herzliche Umarmung am Ende meines Aufenthalts besonders in Erinnerung.
• Was wünscht du dir für die Zukunft fürs Pimali?
Ich wünsche mir, dass das Projekt weiterhin erfolgreich geführt werden kann, damit auch künftig junge Menschen aus der Region Zugang zu Ausbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten erhalten.
Viele der Jugendlichen stammen aus sehr armen Verhältnissen oder aus Waisenhäusern. Durch die Ausbildung im Pimali erhalten sie die Möglichkeit, neue berufliche Perspektiven zu entwickeln - für sich selbst, ihren weiteren Lebensweg und ihre Familien.
Besonders wünsche ich mir auch für Stéphanie und Alexandre, dass sie weiterhin mit so viel Energie und Leidenschaft an diesem Projekt arbeiten können.
Besuchen Sie das Projekt
Auf folgenden Reisen mit asia365 verbringen Sie eine oder mehrere Nächte im Pimali Resort und erhalten Einblicke in das Projekt:

